10. Mai 2016

Sozialgipfel NRW – Zeit für Veränderung

Unter dem Motto „Zeit für Veränderung“ fand am 07. Mai 2016 in Düsseldorf der Sozialgipfel NRW statt. Neben den Genossinnen und Genossen waren Fachleute von Sozialverbänden, Gewerkschaften und anderen Institutionen sowie Sympathisanten und Interessierte unter den Teilnehmern. Aus dem KV Mettmann waren 11 Genossinnen und Genossen angereist.

In seinem mitreißenden Einführungsvortrag stellte Dr. Ulrich Schneider vom Paritätischen Gesamtverband den frisch erschienenen Armutsbericht 2016 vor und machte deutlich, dass in NRW, entgegen dem bundesweiten Trend, die Armut auf 17,5 % gestiegen ist. Im Ruhrgebiet beträgt der Armutszuwachs sogar 20 %.

Er leitete daraus folgende Forderungen ab:

  • Es muss einen öffentlich geförderten Beschäftigungssektor geben;

  • die Zweiklassen-Arbeitsmarktpolitik muss abgeschafft werden;

  • eine Alterssicherungspolitik soll der Altersarmut entgegen wirken.

Die besorgniserregenden Zahlen noch im Kopf wurde in verschiedenen Foren zu aktuellen sozialpolitischen Themen informiert, debattiert und es entstanden Forderungskataloge.

Selbst in dem nach der Mittagspause üblichen Mittagstief zog Sahra Wagenknecht mit ihrer aufrüttelnden Rede die Zuhörenden in ihren Bann und erhielt stehende Ovationen.

Karl-Heinz Heinemann von der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW forderte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Podium zu einem Statement darüber auf, ob der politische Aufbruch als Klassenkampf bezeichnet werden sollte. Özlem Alev Demirel forderte hingegen, dass eine soziale Rebellion ausgelöst werden müsse. Prof. Dr. Heinz-Josef Bontrup befürchtete, dass Die Linke es nicht schafft, die Kräfte zu bündeln.

Das schaffte der letzte Redner dieses Tages mit Leichtigkeit: Oskar Lafontaine begeisterte mit einer eindrucksvollen Rede und zitierte Willy Brandt „Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen“. Mit einem frenetischer Applaus danke ihm das Publikum für seine Aufbruchstimmung stiftende Rede.

Die Veranstaltung hat die Fakten auf den Tisch gelegt, Forderungen aufgestellt, Lösungsansätze aufgezeigt und vor allem Mut gemacht für den bevorstehenden Wahlkampf.

Unser Dank gilt allen, die diesen beeindruckenden Tag vorbereitet, organisiert und betreut haben.